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Schifffahrts-Museum Nordhorn

Schifffahrts-Museum Nordhorn

Unser Museum verfügt über:

 

Zwei größere Ausstellungsräume, zwei Bibliotheksräume mit etlichen tausend Titeln aus der Schifffahrtsgeschichte. Einen Veranstaltungsraum mit 52 Plätzen und Vorführanlagen für Videofilme, Büro, Konferenzraum, Archiv und Werkstatt für Restaurierungen, Sowie Einrichtungen für die Betreuung von Besuchern wie Empfang, Garderoben, Kombüse, WC’s und 15 Parkplätze.

Das Museum enthält auf z. Zt. rd. 350 qm:

I. Eine Schifffahrtshistorische Sammlung

1. Zahlreiche große, mittlere und kleine Schiffsmodelle, vor allem solche, die für Entwicklung der Schifffahrt charakteristisch waren oder in der Geschichte der Schifffahrt eine besondere Rolle gespielt haben. Kleine Modelle im Maßstab 1: 1250 veranschaulichen u. a. den Fortschritt der Schiffsgrößen im Laufe der Jahrhunderte.

2. Galionsfiguren, den Bug der alten Segelschiffe zierten.

3. Großgeräte: Nachbau einer Kommandobrücke mit Schiffsfenstern, Bullaugen, Kompaßstand, Steuerstand, Maschinentelegraf, Nebelhorn, Taucherhelme / Taucheranzug, historische Kanonen, Gewehre, Pistolen, Blankwaffen, Schiffsapotheke, chirurgisches Besteck für Schiffsärzte, Werkzeuge des Schiffszimmermanns Schiffsglocken, Schiffsuhren, Seekiste u.a.m.

4. Nautische Instrumente und Geräte: Kompasse, Chronometer, Sextanten, Vermessungsgeräte, Funkgeräte, Fernrohre, Uhren, Barometer, Barographen, Schlepp-Logs u.a.

5. Teile historischer Uniformen

6. Dioramen (4 Schaukästen zur Darstellung von Häfen, Seegefechten usw.).

7. „Lokalkolorit / Folklore“ (Sog. Knotenbretter, Buddelschiffe, naive seemännische Arbeiten, Flaggen, Schiffslampen und -laternen Rettungsring, Gebiss und Eieines Haies, ausgestopfte Fische, Korallenstöcke, Muscheln, Schiffsratten u.a.m.).

II. Ausstellung über die Wale und die Geschichte des Walfangs

Mit Modellen der Barten- und Zahnwale, Erläuterungstafeln und Fotos

III. Bibliothek(en)

2. Alte Zeitungen („Times“ von 1801 und 1805 mit Depeschen über Seesiege der Royal Navy), Zeitschriften (viele Jahrgänge der „Naval Chronicle“, vor und nach 1800)

3. Autographen (Original-Briefe der britischen Admiralität und verschiedener Admirale um 1800).

4. Neuere schifffahrts- und marinehistorische Werke, Atlanten und zahlreiche Seekarten.

5. Moderne Bücher über die Handels- und Sportschiffahrt.

6. Ca. 30 – 40 Videofilme teils mit historischem Filmmaterial teils Spielfilme mit maritimem Bezug.

IV. Bilder / Stiche

Historische Bilder und Seekarten, zumeist Stiche, in allen Größen. Daneben Fotoaufnahmen (u. a. Alt-Nordhorner Hafen- und Schiffsmotive) Blechschilder /Plakate mit Schifffahrtsmotiven aus der Passagierschifffahrt.

NORDHORN

Was unseren Standort in Nordhorn (Kreisstadt der Grafschaft Bentheim mit 52.000 Einwohnern) betrifft, so haben die Nordhorner vergessen, dass zwischen 1820 und 1830 der Haupterwerbszweig dieser Stadt der Schiffbau auf 5 Werften war. 14 Binnenschiffe hatten hier ihren Heimathafen und in der Stadt gab es 4 Hafenbecken bzw. Landeplätze. Die auf zwei Armen um den alten Stadtkern fließende Vechte stellte nämlich eine direkten Zugang zur Nordsee über Zwolle bis nach Amsterdam dar.

Sie führte leider im Sommer wenig Wasser und nach der Kanalisierung der Ems ging die Schifffahrt hier zurück, während sie in Papenburg, Leer und Lingen zunahm. Ab 1848 entwickelte sich Nordhorn dann zu einem Zentrum der Textilindustrie mit bis zu 12.000 Arbeitsplätzen in dieser Branche. Davon sind leider keine mehr übrig geblieben.

In den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde ein System der sog. Linksemsischen Kanäle erbaut, auf dem dann bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder eine Binnenschifffahrt stattfand. Danach fielen diese in einen Dornröschenschlaf und leider wurden auch niedrige Brücken darüber errichtet.

Mit einem Verein namens „Graf Ship“ haben wir uns bemüht, die Tradition der Nordhorner Binnenschifffahrt wieder zu beleben und wenigstens einen Teil der linksemsischen Kanäle für die Sportschifffahrt befahrbar zu machen. Damit haben wie auch schon einige Erfolge erzielt, so dass Nordhorn sich inzwischen „Wasserstadt“ nennt. Der Verein konnte mit Hilfe von Sponsoren auch zwei 75 und 86 Jahre alte Kanalschiffe erwerben, von denen eines gerade vor wenigen Tagen hier auf dem Landwege eingetroffen ist und wieder in einem früheren Hafenbecken liegen wird.

Schifffahrts-Museum Nordhorn gGmbH

© Franz Frieling_107_CF008338_1200x600px_2013-04-23

 

Lingener Straße 132

48531 Nordhorn

Tel. 05921-307141

Fax 05921-307142

 

info@schifffahrtsmuseumnordhorn.de

www.schifffahrts-museum-nordhorn.de

Bild: Franz Frieling, Nordhorn